Beste Ausrede


Also bei all den unangenehmen Begleiterscheinungen der Wechseljahre bin ich doch froh über diese Zeit. Denn so nehme ich den Wandel in meinem Körper bewusst wahr.
Außerdem hat diese Zeit auch zwei große Vorteile: zum einen hat man nicht mehr jeden Monat tagelange Bauchschmerzen, und außerdem hat man doch so die beste Ausrede für schlechte Laune und Stimmungsschwankungen (mit denen ich übrigens schon geboren wurde).
Mein neues Lebens (abschnitt) Motto lautet: Ich bin eine Frau, ich bin in den Wechseljahren, ich darf das. Kurz: F.W. d.d
Und diese Ausrede zögere ich noch so lange es geht hinaus.

Mach ma langsam


Aus den Lautsprechern erklingt die Lieblingsmusik, der Motor schnurrt wie ein zufriedener Kater, die Landschaft zieht an mir vorbei… Herrlich so eine Autofahrt. Bis mich plötzlich ein roter Blitz jäh aus meinen Träumen reißt. Mist, schon wieder geblitzt. Das dritte Mal in diesem Jahr. Und wir haben erst März!
Da fährt man MAL etwas schneller und dann das. Dabei ist das doch das letzte Vergnügen, das einer alten Frau noch so bleibt. Die können einem aber auch alles versauen.

Hörst Du schlecht?


Neulich flatterte mal wieder unerwünschte Werbung ins Haus. Und wie das immer so ist, blieb sie erstmal einige Tage auf dem Küchenschrank liegen.
Gestern nun wollte ich das Zeug endlich mal aufräumen und sortierte die Briefe aus. Unter anderem war auch eine Werbung von einem Akustiker dabei. Bevor ich etwas wegwerfe, frag ich lieber mal, ob das noch einer braucht. So auch bei diesem Werbebrief. Also rief ich meinem Göttergatten zu: „Sag mal, willst du die Werbung für Hörgeräte noch behalten?“ Die Antwort kam prompt: „Was sagst du, ich hör dich nicht.“
Tja, da erübrigt sich doch jede weitere Frage.