Ich wollte doch nur nen Wagen holen…


Heute Nachmittag im Discounter meines Vertraues: Ich wollte rasch noch ein paar Sachen für das Abendbrot einkaufen und stellte erst im Laden fest, dass ich keinen Einkaufswagen mitgenommen hatte. Die Suche nach einem tragbaren Korb verlief leider vergebens. Da ich ein Lösungsorientierter Mensch bin, dachte ich: „Ist ja kein Problem, wenn einer reinkommt, switche ich schnell raus und hole mir einen Wagen.“ Gedacht, getan. Aber ich war mal gerade aus der ersten von zwei Türen raus, da ertönt erst eine Sirene, dann schreit eine Computerstimme: „Achtung, hier kein Ausgang“  Huch, kommt jetzt gleich die Polizei, oder was? Alle Blicke wandten sich mir zu. (Ich LIEBE diese Aufmerksamkeit.)

Blitzschnell umgedreht und wieder rein in den Laden. O.K., kaufe ich eben nur so viel wie ich tragen kann, auch gut.

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Verschiedene Welten


Heute war ich kleine Landmaus mal wieder in der großen Stadt. Wahnsinn, wieviele Menschen da so unterwegs sind. Und wieviele Sprachen man hören kann. Und weil ich so gerne Menschen beobachte, ich nenne das Charakterstudien betreiben, fiel mir heute folgende Szene auf: Auf dem Bahnhofsvorplatz standen zwei junge Straßenmusikanten , spielten auf ihren Gitarren und sangen dazu. Vor ihnen lag ein Karton mit CDs, die man kaufen konnte, schon reichlich mit Kleingeld gefüllt. Ein paar Meter weiter stand ein Obdachloser und besah sich das Spektakel, schielte dabei abwechselnd auf die Musiker und deren Geldkarton.

Ich glaube, er verstand die Welt nicht mehr. „warum muss ich Pfandflaschen aus dem Müll sammeln, um irgendwie an Geld zu kommen, und die beiden singen hier nur und kriegen so viel.“

Ja, da prallen Welten aufeinander.

Sicherheitsabstand


Bei Wechseljahresbeschwerden soll man Ausdauersport betreiben, stand in einem Ratgeber zu lesen. Deshalb habe ich das Fahrrad fahren für mich neu entdeckt. Und an so einem Tag wie heute, wo es zwar kühl aber sonnig ist, macht es Sinn, das Auto mal stehen zu lassen und mit dem Fahrrad zum Einkaufen  zu fahren.

So weit, so schön. Blöd wird es allerdings, wenn man auf einer Nebenstraße fährt, die gerne als Abkürzung und Rennstrecke benutzt wird und wo es keinen Radweg gibt. Man sollte doch meinen, dass man mit einer roten Mütze und zwei rot leuchtenden Rückleuchten rechtzeitig gesehen werden sollte. Scheinbar wohl doch nicht. Die Autos sind teilweise mit einem Abstand von weniger als einem halben Meter an mir vorbeigerauscht.  JA HALLO, GEHTS NOCH? Als ich meinen Führerschein gemacht habe (vor 32 Jahren, aber ich denke, dass sich die Verkehrsregeln seitdem nicht sonderlich geändert haben) da habe ich gelernt, dass man einen Sicherheitsabstand vo 1,5 m einhalten soll. Gilt das jetzt nicht mehr?

Für das nächste Mal bastele ich mir einen Stock zum Einklappen. 1,50m lang, mit Katzenaugen beklebt und Fähnchen dran. Auf dem Fahrradweg wird er hochgeklappt, und wenn ich auf der Straße fahren muss, klappe ich ihn zur Seite, so müssen die Autofahrer Abstand halten.  (Und wenn das hilft, bau ich das Ding in Serie und werde Unternehmerin 😉 )

Nicht mein Tag


Es gibt Tage, da sollte man einfach im Bett bleiben. Heute zum Beispiel war definitiv so ein Tag. Morgens auf dem Weg in die Kreisstadt blendet mich plötzlich ein rotes Licht. Schei….benkleister, schon wieder geblitzt. Kann ja teuer werden, mit hundert durch die siebziger Zone zu fahren. Nachdem ich nun den Tag mit mehr oder weniger kleinen Übeln überstanden hatte, freute ich mich auf das Essen beim Chinesen, froh, mal nicht selber in der Küche stehen zu müssen. Meistens gibt es bei uns ja Nudeln, weil die schnell zu kochen und gut mit verschiedenen Soßen zu kombinieren sind.  Aber heute wollte ich mal so richtig schönes Gemüse aus dem Wok essen und bestellte, wie immer, eine  buddhistische Fastenplatte, während meine Männer sich lieber etwas vom Buffet holen wollten.  Mein Essen wurde an den Tisch gebracht und voller Vorfreude wollte ich meinen Teller füllen. Tja,von wegen. Die Servicekraft hatte mich wohl falsch verstanden und mir irgendetwas anderes gebracht. Weil ich nicht noch einmal auf das Essen warten wollte, zumal mein Magen knurrte, dachte ich: „Egal, iss es enfach“ Bis ich sah, was ich da auf dem Teller hatte: NUDELN!!! Nicht schon wieder. Beim Blick auf die Teller meiner Männer kam richtig Futterneid auf.

Nun wollte ich wenigstens nach dem Essen einen Cappuccino trinken, um mich ein wenig zu trösten. Aber die freundiche Bedienung sagte: „Tut mil leid, unsele Maschine macht nul Kaffee odel Esplesso.“