Endlich wieder Wäsche raus hängen


Advertisements

Kleider machen Leute


Neulich war, nach sehr langer Zeit, endlich wieder einmal Gelegenheit zum Ausgehen. Der Bachelor-Ball unseres Sohnes stand an. Und da stand natürlich die große Frage im Raum: „Was ziehe ich an?“ Schon Wochen vorher hatte ich mir Gedanken gemacht und Leute gefragt, die sich mit Mode auskennen. Einige sagten, langes Kleid ist angesagt, andere meinten, das „Kleine Schwarze“ passt immer.

Also machte ich mich auf die Suche nach dem perfekten Outfit. Leider ist das auf dem Land nicht immer so einfach. Es gibt zwar Boutiquen in der Kreisstadt, sogar eine große „Einkaufsstadt, die alles hat“ in der Nähe, aber nirgendwo ein passendes Kleid für mich. Entweder zu eng oder zu lang, oder einfach die falsche Farbe. Entweder hätte ich darin wie die Monroe oder wie Pippi Langstrumpf ausgesehen. Beides keine Option für mich.

Aber, wozu gibt es Internet? Nach ein paar Klicks hatte ich das vermeintlich passende Outfit gefunden und bestellt. Nachdem es mit Verzögerungen endlich geliefert wurde, entpuppte sich der der „festliche Rock für jede Gelegenheit“ als Minirock und der Blazer mit Schößchen machte mich optisch dicker, obwohl ich noch gut in Größe 38 passe. Nein danke, zurück damit.

Tja, was nun, nur noch zwei Tage bis zum Ball.  „Ach, was solls, Ziehe ich eben den festlichen Hosenanzug an, der schon seit drei Jahren  ungetragen sein Dasein im Schrank fristet. Kommt der wenigstens auch mal unter die Leute“

Endlich war der große Abend da. Feierlich in schwarzem Hosenanzug gewandet und meinen Männern nicht ganz unähnlich, warteten wir in einer langen Schlange auf Einlass in den Ballsaal. Ich hab mich heimlich umgeschaut und festgestellt, dass ich scheinbar die einzige Frau in Hosen war. Unangenehm. Zu meiner Erleichterung habe ich aber doch noch ein paar andere Exemplare meiner Gattung entdeckt.

Hätte ich allerdings gewusst, dass mein Aufzug zu Verwechslungen führen würde, hätte ich doch lieber den Minirock mit Schößchenblazer angezogen. Zu späterer Stunde wollte ich mich ein wenig in dem Veranstaltungszentrum umsehen und spazierte durch das Foyer, gerade zu der Zeit, als eine Konzertveranstaltung zu Ende war. Alle Besucher strömten dem Ausgang entgegen. Plötzlich sprach mich jemand an und fragte nach dem Weg zum Treppenhaus zur Tiefgarage. Und sah mich ganz befremdlich an, weil ich ihm den nicht zeigen konnte. War ja schließlich auch zum ersten Mal in dem Gebäude. Minuten später sprach mich eine fremde Frau an, die ein Problem mit dem Parkticket hatte, der Automat wollte ihren Fünfzig-Euro-Schein nicht annehmen. Verwirrung meinerseits. Bis ich sah, dass die weiblichen Mitarbeiter, die wohl für Service und Sicherheit zuständig sind, in schwarze Hosenanzüge gekleidet waren. Allerdings mit einem roten Halstuch versehen, was mir jedoch fehlte.

Anfangs habe ich mich ja ein wenig geärgert, das ich mit dem Personal verwechselt worden bin. Aber wenn ich jetzt so darüber nachdenke: Oh Mann, wie hätte ich diese armen Leute doch wunderbar in die Irre führen können. Den Weg zur Treppe hätte ich sie über tausend Umwege laufen lassen können, und ich hätte behaupten können, dass der Parkautomat nur Sechzig-Euro-Scheine annimmt, die hier im Hause erworben werden müssen. Mist, wieso habe ich nicht früher daran gedacht?

 

Lebensgefährlich


Heute morgen dachte ich mir so: „Wehret den Anfängern“ (kleines Wortspiel:-) )“Und mach doch schon mal die Fliegengaze an die die Fenster. Dann kommen die ersten geflügelten Biester gar nicht erst rein. Und als Frau der Tat hab ich das Vorhaben auch gleich umgesetzt. Zuerst mal in Juniors Zimmer im Obergeschoss. Was nicht ganz ungefährlich war, da das Fenster 1,60 m hoch ist. (Altbau)

Als ich endlich das Klebeband angeklebt und die Gaze drangeklettet hatte, war ich ja froh, das Ganze unfallfrei geschafft zu haben. So, nun das Fenster schließen… schliiiieeeßen…. Mist, geht nicht. Zu weit nach vorne geklebt, das Zeug. Also  nochmal die Prozedur. Und das auf einer wackeligen Leiter, die auf dem glatten Boden rutschen könnte.

Tja ja, das Hausfrauenleben ist gefährlich, ich sag´s Euch.

Die Sonne bringt es an den Tag


Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und die Luft wird auch schon wärmer. Da juckt es einen doch regelrecht in den Fingern, im Garten rum zu werkeln.

Aber ein Blick auf die Fenster sagt mir, ich sollte vielleicht lieber erstmal mit dem Frühjahrsputz anfangen. Das habe ich dann auch getan. In einem Haus, wo überwiegend mit Holzöfen geheizt wird, fällt natürlich ziemlich viel Ruß an. Und dieser setzt sich besonders gern unbemerkt  an den Fenstern ab. Ich mag gar nicht sagen, wie schwarz der Putzlappen nach dem Fensterwischen aussah. Aber dafür war es plötzlich sehr hell in der Wohnung, weil das Sonnenlicht nun wieder ungehindert durch die Scheiben kommt.

So eine Putzorgie kann schon ganz schön gute Laune machen. Vielleicht nicht das Putzen an sich, sondern eher das Resultat. …Und das Stück Kuchen,(oder was auch immer) das man sich als Belohnung gönnt.

Ja, ist denn schon wieder Sommer?


Boah, ist das kalt heute. Bei  meinem Stadtbummel am Nachmittag war ich froh, dass es im Supermarkt warm und trocken war. Gute Gelegenheit, mich ein wenig aufzuwärmen, während ich die Zutaten fürs Abendbrot zusammengesucht habe.

An der Kasse musste ich noch ein wenig warten und habe so in die Gegend geschaut. Und was ich da gesehen habe, hat mich doch echt verwirrt. Da kam ein junger Mann in Bermudashorts und Badelatschen in das Geschäft. Ja O.K., am Morgen schien bei uns die Sonne, aber soo warm war es eigentlich noch nicht. Selbst bei meinen Hitzewallungen wird mir nicht so warm, dass ich jetzt schon in Sommerkleidern rumlaufen möchte.

Da stellt sich mir jetzt doch die Frage, ob der Bursche „heisses Blut“ hat oder einfach nur die Jahreszeiten verwechselt hat. Kann ja mal vorkommen.