Guten Morgähn


Heute morgen hab ich ein wenig verschlafen. Noch etwas müde, habe ich erst mal einen Kaffee gekocht und das Frühstück fertig gemacht. Die Kaffeemaschine gluckerte kurz und war dann still, was ich zwar bemerkt, aber nicht weiter beachtet habe. Hatte mich nur gewundert,warum der Kaffee heute so schnell fertig ist. Aber als ich mir eine Tasse voll des heißen Muntermachers einschänken wollte, war die Kanne leer.

„So ein Mist, nu ist die Kaffeemaschine auch kaputt. Kann doch aber gar nicht sein, das Licht leuchtet doch grün auf, also muss sie doch funktionieren.“  Die Maschine aus- und dann wieder anstellen, (vielleicht hat sie ja einen Wackelkontakt) hat auch nichts gebracht. Was solls, die kluge Hausfrau weiß sich zu helfen. Also habe ich den Wasserkocher angestellt und das heiße Wasser dann in den Filter der  Kaffeemaschine gefüllt. Klappte prima. Als ich mir nun endlich Kaffee in die Tasse füllen wollte, schaute ich so in den Wasserbehälter der Maschine und kam prompt auf die Lösung meines Problems. Vielleicht hätte ich vor dem Einschalten Wasser in den Behälter füllen sollen. Uuuups.

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Vollaromatisch


Neulich beim Frühstück enstand folgender Dialog:

ich: (zu meinem Mann) „Sag mal, bist du auf dem Weg zum Bäcker durch eine Pferdeweide gelaufen?“ Fragender Blick seinerseits. Er: „Nein, warum?“ „Hier riecht es so komisch, fast so wie damals, als ich den Pferden die Hufe ausgekratzt habe. So eine Mischung von Weiterlesen

Ausflug nach Helgoland


Schon vor Jahren hatte ich meinen Männern versprochen, sie auf ihre Lieblingsinsel Helgoland zu begleiten, obwohl ich eine Heidenpanik vor tiefem Wasser habe. Es erübrigt sich, zu erwähnen, dass ich auch nicht schwimmen kann. Wasser ist einfach nicht so meins. Trotzdem wollte ich nun endlich mein Versprechen einhalten, allerdings nur als Tagestour und nicht als viertägigen Urlaub. So lange halte ich es nicht auf einer Insel aus. Auf Inseln fühle ich mich immer irgendwie meiner Freiheit beraubt. Ich brauche das Gefühl, jederzeit wieder abhauen zu können, und das kann man auf einer Insel nun mal nicht, wenn nur einmal täglich ein Schiff von dort ablegt.

Nachdem mein Mann und mein Sohn mir jahrelang von der Schönheit der Insel vogeschwärmt hatten, wollte ich sie nun endlich auch mal selbst erleben. Beeindruckt war ich schon, vor allem von den roten Felsen, dem weiten Blick übers Meer und den Wasservögeln. Ja, es ist eine schöne Insel, mit vielen wunderschönen Fotomotiven.

Aber obwohl die Schokolade dort weitaus preiswerter ist als auf dem Festland, und trotzdem ich mich mit einem Luxusparfum für wenig Geld für meinen Mut belohnt habe, muss ich sagen: Es war ein schöner Ausflug, aber jedes Jahr muss ich das nicht haben.

 

Feierabend


Das warme Wasser aus der Dusche rieselt den Körper hinunter, das Duschgel mit  Citrusduft erfrischt die Sinne und aus dem Radio ertönen die „Easy Sounds“ von NDR 2. Genau das, was man  nach einem anstrengenden  Arbeitstag am Sonntag braucht. Dreizehn Stunden, von 10.00 bis 23.oo  im Laufschritt durch die Küche, nur unterbrochen von kurzen Pausen, um schnell mal an die frische Luft zu gehen und einen Kaffee im Stehen zu trinken.

Den ganzen Tag über fliegen mir Sätze um die Ohren , wie :

„Schälst du mal eben schnell den Spargel?“, „Machst du drei mal Eis mit Erdbeeren, zweimal mit Sahne, einmal ohne“  „Ist die Kaffeemaschine fertig?“ „Das Essen muss raus, lauf mal eben mit“  „Bier ist alle“  „Ich brauch noch Sauce nach“

Und dann ist endlich Feierabend, das Licht ist aus, die Türen abgeschlossen. Die Waschmaschine ist  programmiert, die schmutzige Tischwäsche steht zum Abholen bereit.

Jetzt gehört der Abend mir. Ich mache es mir mit alkoholfreiem Weizen und dem Herz- Schmerzfilm im Internet gemütlich.

Oh ja, ich liebe meinen Job.

Nostalgie pur


Heute war wieder mal ein schöner Tag für einen Bummel durch Worpswede, meiner Heimat“Stadt“. Schön, die vertrauten Straßen entlang zu gehen. Mein Weg führte mich auch an dem alten Buchladen vorbei. Diesen gibt es schon seit über 100 Jahren, wir haben früher immer unsere Schulbücher dort bestellt.

Schon wenn man eintritt, kommt einem der Duft der Bücher entgegen. Und wenn man durch die Räume geht, knarren die alten Holzdielen unter den Schritten. Man fühlt sich wieder wie das Kind, das sich nicht traut, ein Buch aus dem Regal zu nehmen, weil man „Nix anfassen“ darf, weil sonst die beiden alten Damen (die Inhaberinnen) schief geguckt haben.

Schön, dass es so etwas noch gibt. Hoffentlich noch recht lange.